April 2017: Über 50 Einsätze für die ehrenamtlichen Kräfte der Feuerwehr in Laatzen

Die vier Ortsfeuerwehren der Stadt Laatzen sind im Monat April zu über 50 Einsätzen ausgerückt. Von der Wache im Sankt-Florian-Weg aus rückten die ehrenamtlichen Helfer alleine zu 40 Einsätzen aus. Ob ausgelöste Brandmeldeanlagen in Altenheimen und Gewerbebetrieben, Tierrettungen, Unfälle mit Gefahrgut oder Personenschäden und kuriose Einsätze wie den Ring an einem geschwollenen Finger des Österreichischen Messegastes im Agnes-Karll-Krankenhaus, immer wieder war die Hilfe der Feuerwehr gefordert.


Anfang April waren es überwiegend Brandmeldeanlagen, die die Retter forderten. Die Einsätze führten zu einer Pneumatikfirma in der Karlsruher Straße, zu verschiedenen Hotels, zu Altenheimen und zum Leine-Center. Glücklicherweise waren keine Feuer zu löschen, sondern überwiegend Wasserdampf oder Staub die Ursache. Auch etliche Tierrettungen fielen in den April. Mitte des Monats waren die Helfer in den Nachbarkommunen, bei einem Gasaustritt in Hemmingen und einem Gefahrguteinsatz in Pattensen. Dazwischen immer wieder kleinere Einsatzlagen: Hilflose Person hinter Tür oder Tierrettungen. Ab dem 24. April gab es dann gar keine Ruhe mehr für die ehrenamtlichen Retter der Feuerwehr, in der Woche bis Ende April verzeichnet die Statistik über 20 Alarmierungen im Stadtgebiet. Unter diesen Alarmierungen waren auch größere, bzw. Zeit intensive Einsätze wie ein schwerer Verkehrsunfall mit einer Stadtbahn (eingeklemmte Person), Personenrettung eines adipösen Patienten (300 kg) über die Drehleiter, der Brand eines Trafos am Messebahnhof Laatzen mit Räumung des Gebäudes, ein Feuer (Heizdecke) im Schlafzimmer eines Hauses in Ingeln-Oesselse, des Austritt von 500 Litern Diesel und der Küchenbrand in Rethen am Samstag Ende des Monats gegen 20 Uhr in Rethen. Der letzte Alarm führte die Ortsfeuerwehr Laatzen am 30. April gegen 22.30 Uhr auf die Bundesstraße 6, hier musste eine Ölspur abgestreut werden.


Am 1. Mai gegen 2.40 Uhr rückte der Gerätewagen-Tier der Ortsfeuerwehr Rethen bereits wieder aus: Ein Reh lag verletzt am Straßenrand in Gleidingen.
Warum sich die Einsätze im April so häuften kann nicht gesagt werden. Zufall.

50 neue Feuerwehrfahrzeuge für die Feuerwehr Laatzen - Modelle übergeben

Kürzlich wurde der Fuhrpark der Feuerwehr Laatzen um 50 Fahrzeuge erweitert, Modellbauer Fred Müller übergab Ortsbrandmeister Klaus Wichmann Fahrzeugmodelle im Maßstab 1:87. In einer großen beleuchteten Vitrine können die Miniaturen nun im Foyer des Feuerwehrhauses im Sankt-Florian-Weg in Laatzen bestaunt werden.
Vor etwa 40 Jahren begann Müller damit Modelle der Feuerwehr nach zu bauen: "Ich war schon immer von der Feuerwehr begeistert, anstatt selbst Mitglied zu werden habe ich damals meine Leidenschaft für den filigranen Nachbau von Fahrzeuge entdeckt". Bevor er zu Plastikkleber und Lupe greift vermisst der Laatzener erst einmal das Original und macht zahlreiche Fotos von allen Seiten sowie der Dachbeladung. Ein Augenmerk gilt auch der Beschriftung der Türen und der Beklebung der Fahrzeuge, denn beim Modell sind sogar das Stadtwappen und die Beschriftung "Freiwillige Feuerwehr Laatzen" zu finden. Diese Dekails werden extra bei einer Firma im Westen von Deutschland zum Drucken in Auftrag gegeben. "Die größte Herausforderung stellte für mich der Nachbau der Drehleiter mit dem Knickgelenk dar, gut 70 Stunden bastelte ich an dem Modell", ergänzte der Modellbauer während der Übergabe. Das Knickgelenk ist daher auch nur angedeutet und nicht funktionsfähig wie beim Original. Aber auch hier fehlen der Schriftzug "Feuerwehr Laatzen" am Leiterpark sowie das Stadtwappen nicht, an alle Äußerlichkeiten wurde Wert gelegt. Es ist eben ein Nachbau in 100% Qualität.


Die Modelle zeigen die Entwicklung aller vier Ortsfeuerwehren von den Anfängen in den 1950er Jahren bis zum jetzigen Zustand mit dem neuen LF 20 der Laatzener Ortsfeuerwehr als letztes beschafftes Fahrzeug. Bei der Übergabe erinnerte sich Wichmann noch gut an etliche Einsatzfahrten mit den alten Fahrzeugen, manche Geschichte dazu wurde sofort erzählt. Erinnerungen an alte Feuerwehrkameraden erwachten zum Leben, als der erste damals noch selbst gebaute Gerätewagen in die Vitrine gestellt wurde. Diesen hatten die Gerätewarte der Feuerwehr in den 1970er Jahren noch selbst aus einem Kastenwagen gebaut.
Ortsbrandmeister Wichmann bedankte sich bei Fred Müller für die Dauerleihgabe der Fahrzeugmodelle und freut sich jetzt schon auf mehr Nachbauten der Laatzener. Denn schon in den nächsten Jahren ist ein neuer Einsatzleitwagen und ein Hilfeleistungslöschfahrzeug geplant.
Neben den "Neuerwerbungen" sind im Foyer aber auch schon etliche andere Modelle der Laatzeners zu finden. Mehrere Dioramen zeigen Einsätze der Feuerwehr in Miniatur sowie das alte Laatzener Feuerwehrhaus an der Kronsbergstraße nebst des damaligen Fahrzeugbestandes.
Wer selbst einmal einen Blick auf die Modelle werfen möchte, kann dieses beim Tag der offenen Tür tun. Dieser ist für Sonnabend, den 12. August ab 11 Uhr geplant.

  

Schirrmeister Peter Becker in den Feuerwehrruhestand verabschiedet

Nach über 33 Jahren im Stadtkommando der Feuerwehr Laatzen wurde am Mittwoch Schirrmeister Peter Becker in den "Feuerwehr-Ruhestand" verabschiedet. Stadtbrandmeister Sebastian skizzierte in wenigen Worten das "Feuerwehrleben" Beckers, unter den Zuhörern waren neben den Mitgliedern des Stadtkommandos auch Stadtrat Axel Grüning, Teamleiterin Silke Pohl sowie Mitarbeiter der Feuerwehr-Technischen-Zentrale aus Ronnenberg.


Die Karriere Beckers begann am 10. Oktober 1971 mit dem Eintritt in die Feuerwehr. Neben der Funktion Gruppenführer stand er den Ausbildern auf Stadtebene für 12 Jahre als Stadtausbildungsleiter (1983-1995) vor und leitete zum Schluss für neun Jahre die Geschicke der Ortsfeuerwehr in der Funktion Ortsbrandmeister. Insgesamt 16.578 Tage war Becker insgesamt in der Einsatzabteilung aktives Mitglied. Als hauptamtliche Kraft übernahm Peter Becker am 1. Oktober 1984 bis zum Ausscheiden am 28. Februar 2017 das Amt des Schirrmeisters. "Das entspricht 388 Monate geleistete Arbeit in dieser Funktion", berichtete Osterwald. "Das halbe Leben hast Du auf der Feuerwache (Dienstwohnung) verbracht und warst in dieser Zeit im Stadtkommando". Seit 2014 ist Becker auch Ehrenmitglied der Ortsfeuerwehr Laatzen.


Als Anerkennung seiner Verdienste überreichte Stadtbrandmeister Osterwald den Ehrenteller der Stadtfeuerwehr sowie viele nützliche Geschenke. Von der Stadtfeuerwehr gab es ein "Hohlstrahlrohr" für einen Gartenschlauch, Ortsbrandmeister Klaus-Dieter Wichmann überreichte ein Feuerwehrauto in Miniatur gefüllt mit reichlich Hartgeld sowie eine Gießkanne mit hochprozentigen Inhalt.
Zum Nachfolger Beckers wurde noch am selben Abend Sven Wenger als Schirrmeister berufen.
Zu einem kleinen Imbiss im Laatzener Feuerwehrhaus lud anschließend Ortsbrandmeister Klaus-Dieter Wichmann die Gäste ein. 

Feuerwehr: Truppmann-I-Ausbildung gestartet

Mit insgesamt 17 Einsatzkräften startete kürzlich der Truppmannlehrgang der Feuerwehren Hemmingen und Laatzen. Bis zur Prüfung Ende März werden die angehenden Feuerwehrkräfte in Theorie und Praxis auf die Aufgaben in der Feuerwehr vorbereitet. Gleich am ersten Abend stand das Thema "Rechtsgrundlagen" auf dem Dienstplan. Zur Eröffnung waren neben vielen Vertretern der Ortsfeuerwehren auch die beiden Stadtbrandmeister Roland Frey (Hemmingen) und Sebastian Osterwald (Laatzen)  sowie die 1. Stadträtin Regina Steinhoff (Hemmingen) erschienen. "Es sind spannende Themen, die Euch in den nächsten Wochen erwarten, ich wünsche viel Spaß und viel Erfolg", gab die Stadträtin den Teilnehmern mit auf den Weg.

 

 

Unterstützt werden die sieben Hemminger und acht Laatzener von zwei Mitgliedern der Stadtfeuerwehr Sehnde, die sich dieses Jahr mit angeschlossen haben. "Bei 16 jungen Männern ist dieses Jahr nur eine Frau mit dabei", ergänzte Stadtausbilder Michael Scharnbeck aus Laatzen. Viele der Teilnehmer kommen im Alter von 16 Jahren aus der Jugendfeuerwehr direkt zur "Grundausbildung", so die ältere Bezeichnung des Lehrgangs. Mit 45 Jahren ist ein Laatzener das älteste Mitglied der Gruppe. Bereits am 3. Tag des Lehrgangs ging es zur praktischen Ausbildung. Nach der Einweisung am Löschgruppenfahrzeug (LF 8 der Ortsfeuerwehr Harkenbleck oder am LF 8 der Ortsfeuerwehr Ingeln-Oesselse) übten die beiden Gruppen einen Löscheinsatz nach Feuerwehrdienstvorschrift (FwDV 3). In den folgenden Tagen werden noch die Themen Gefahren an der Einsatzstelle, Absturzsicherung, Retten/Selbstretten, tragbare Leitern sowie zahlreiche weitere Themen werktags abends ab 19 Uhr im Feuerwehrhaus im Sankt-Florian-Weg in Laatzen folgen. Am Wochenende findet die praktische Schulung auf dem Gelände der Albert-Einstein-Schule statt.

Am 25. März wird in Laatzen dann die "Grundausbildung" des angehenden Feuerwehrnachwuchses mit der schriftlichen, praktischen und mündlichen Prüfung unter den Augen der Ausbilder ein Ende finden.


Jahreshauptversammlung der Ortsfeuerwehr Laatzen - 364 Einsätze in 2016

Eine große Anzahl von Gästen, unter anderem Bürgermeister Jürgen Köhne und der neue Leiter des Laatzener Polizeikommissariats Ludger Westermann, sowie Vertreter von Rat und Verwaltung und natürlich die Feuerwehrfrauen und -männer konnte Ortsbrandmeister Klaus-Dieter Wichmann zur diesjährigen Jahreshauptversammlung im Feuerwehrhaus im Sankt-Florian-Weg begrüßen.

Zu insgesamt 364 Einsätzen rückten die derzeit 100 Kräfte der Einsatzabteilung im zurückliegenden Jahr aus. Vom Brand eines Papierkorbes bis hin zu schweren Verkehrsunfällen reichte das Spektrum der Einsätze. "Besonders gefordert waren wir allerdings auch bei einer Alarmübung im Bereich eines Bahnübergangs an der Ulmer Straße", berichtete Wichmann. Dort rammte ein Zug einen Bus und dieser begrub einen PKW unter sich. Zahlreiche Verletzte waren die Folge, Massenanfall von Verletzten (MANV) wurde daraufhin ausgelöst. Eine große Herausforderung für die Ortsfeuerwehren im Stadtgebiet, den Rettungsdienst sowie die Vertreter der Stadtverwaltung.

 


Die 364 Einsätze gliedern sich in 164 technische Hilfeleistungen (unter anderem 22 Verkehrsunfälle, 60x Personen in Notlage, 10 Tierrettungen, 12 Gefahrguteinsätze und 60 sonstige Alarmmeldungen) und 200 Brandeinsätze (24 ausgelöste Heimrauchmelder, 38 Kleinbrände, 10 Brandsicherheitswachen, 22 Feuer in Gebäuden, 7 PKW Brände, 99 ausgelöste Brandmeldeanlagen).


Wichmann erwähnte auch die Indienststellung des neuen LF 20, "Das Spektrum der Feuerwehr ist in den letzten Jahren enorm gewachsen, mit dem LF 20 sind wir nun auf dem neuesten Stand der Technik". Neben den 100 Kräften der Einsatzabteilung engagieren sich noch 23 Kinder, 28 Jugendliche, 28 Mitglieder in der Altersabteilung, 5 Ehrenmitglieder und 199 Förderer.


Der stellvertretende Ortsbrandmeister der Schwerpunktfeuerwehr, Sven Wenger, ergänzte die Angaben Wichmanns mit den aktuellen Daten zur Aus- und Weiterbildung. "An 90 Tagen fanden Übungsdienste statt, außerdem musste ausführlich auch die Technik des neuen Einsatzfahrzeugs geschult werden". Nicht mehr Handräder zum abdrehen der Pumpe bestimmen das Bild an der Pumpe sondern Joystick und Bedienfeld.


Von zahlreichen Veranstaltungen berichten auch die Leiter der Laatzener Löschteufel (Kindergruppe) sowie der Jugendfeuerwehr. Bei den Kindern war die Gruppe im Sommer auf 35 Mitglieder angewachsen, nach Übergängen an die Jugendfeuerwehr sind nun noch 14 Mädchen und 14 Jungen aktiv. Bei der Jugendfeuerwehr waren die Rallye zum Stadtpokal und der Besuch der Freunde aus Hofbiber die Highlights.
Auf 30 Jahre blickt in diesem Jahr die "Teenager Spätlese", die Altersabteilung des ehemaligen Löschzuges Laatzen zurück. Von etlichen Treffen berichtete deren Leiter Klaus Buchholz. Auf monatliche Treffen konnte auch Fritz Kai von der Altersabteilung Grasdorf zurückblicken, die 22 Mitglieder trafen sich zudem auch 4x zusätzlich zusammen mit ihren Frauen.


Von einer tollen Fahrt ins Sauerland berichtete der Festausschuss, die zwei warmen Tage im August des letzten Tages führte die Gruppe in die Atta-Höhle, die Warsteiner Brauerei, nach Lippstadt und in den Serengeti-Park nach Stukenbrock.
Aus dem Kommando verabschiedete Wichmann Gruppenführer Frank Fuhrmann, der Laatzener engagierte sich seit 1983 in dieser Position. In einer kleinen Laudatio würdigte der Ortsbrandmeister das Wirken Fuhrmanns und übergab ihm ein kleines Präsent. Zum neuen Gruppenführer wählten die Mitglieder für sechs Jahre Kai Tischler.

 

  


Neu verpflichtet wurden Pascal Pfänder, Daniel Lange und Moritz Pape.
Einen neuen Dienstgrad erhielten Torben Gliesmann und Marc Holewa (Oberfeuerwehrmann), Merle Thielebein (Oberfeuerwehrfrau), Sven Mackenrodt (Hauptfeuerwehrmann) und Stefanie Slenczka (Hauptfeuerwehrfrau) sowie Fabian Amberge und Rene Hahn (Brandmeister) und Sven Wenger (Oberbrandmeister).
Für 25 Jahre Mitglied als Förderer erhielt Karl-Siegfried Guder aus den Händen des Ortsbrandmeisters eine Urkunde.

 

  


Musikalisch umrahmt wurde die Versammlung vom Musikzug der Feuerwehr Laatzen unter der Leistung von Lothar Paarmann.
Die Gäste betonten in ihren Grußworten den hohen Ausbildungsstand der ehrenamtlichen Laatzener Kräfte sowie die gute Ausstattung. "Das arbeitsreiche Jahr 2016 hat gezeigt, dass eine gute Ausrüstung erforderlich ist", sagte Bürgermeister Köhne. Der Leiter des PK Laatzen, Ludger Westermann ergänzte dazu: "Die Zusammenarbeit Polizei/Feuerwehr ist in Laatzen hervorragend, im positiven Echo in den Medien findet dieses immer wieder Anerkennung".

 

     


Stadtbrandmeister Sebastian Osterwald blickte auf die hohe Belastung im letzten Jahr zurück: "In den 364 Einsätzen spiegelt sich die Belastung jedes einzelnen Feuerwehrmannes wieder, lassen sie uns nicht aufhören für dieses wichtige Ehrenamt auch weiterhin zu werben". Wir sind zwar gut aufgestellt und im Haushalt sind weitere Mittel für die technische Ausstattung bereitgestellt, neue Mitglieder können wir aber immer gebrauchen.

Mit einem warmen Essen endete die Versammlung gegen 22 Uhr.

 

Bilder / Text  Gerald Senft (Feuerwehr)

   
© Fw-Laatzen.de