Schulung  für Feuerwehr  "Zusammenarbeit mit der Luftrettung"

 

Die Zusammenarbeit mit Rettungshubschraubern (RTH) will gelernt sein,

daher wurde  dieses Thema im Rahmen eines Sondervortrag für alle Feuerwehren der Stadt Laatzen genauer beleuchtet.

Als Referent konnte Rettungshubschrauberpilot Oswald Rank ebenso tiefgreifende Grundlagen vermitteln,

wie auch einige spannende Storys aus dem Alltag der Luftrettung berichten.

 

"Wenn man versteht worauf ein Pilot bei der Landesplatzwahl achtet,

lässt sich dieser durch Boden-Unterstützungspersonal  (z.B. die Feuerwehr) bereits auf dem Anflug Vorbereiten. "

 

Neben Absperrmaßnahmen konnten auch das Ausleuchten bei einer Nachtlandung mit eingen Hintergründen näher gebracht werden.

Nach ca zwei Stunden Physikalische Grundlagen, Funktionsweise von menschliche Sinnesorganen,

technisch Austattung eines Hubschraubers, Erläuterung von möglichen Unterstützungen,

endete der Fortbildungsabend gegen mit noch einigen kleinen Videosequenzen,

welche mögliche Unfallgefahren mit Rettungshubschraubern darstellten.

Übungsdienst unter (fast) echten Bedingungen - Verkehrsunfall mit eingeklemmten Personen

Mit zwei Fahrzeugen und einem Dutzend Helfern rückte Zugführer Rene Hahn beim Übungsdienst der Ortsfeuerwehr Laatzen in ein Gewerbegebiet aus. Vor Ort sahen die Helfer zwei Schrottfahrzeuge, die zur technischen Hilfeleistung zur Verfügung standen. Schnell hinter dem Fahrzeug angetreten, gab es die ersten Einsatzbefehle und schon ging die Übung los.
Beim ersten Fahrzeug, einem dunklen Renault Twingo, wurde sofort das Fahrgestell mit Holz abgestützt, damit im Einsatzfall die Personen nicht noch mehr durch Erschütterungen gefährdet werden. Danach wurden die Scheiben abgeklebt und dann zerstört (durch das Klebeband können große Stücke gebildet werden und die Scherben fallen nicht nach innen auf den Verunfallten). Mit der Säbelsäge zogen die Helfer eine waagerechte Linie auf der Frontscheibe, um mit dem hydraulischen Schere anschließend die Holme des Kleinwagens zu "zerschnitten". Dabei wirkt ein Druck von 700 bar auf das Metall. Die Helfer müssen die etwa 20 Kilogramm schwere Schere dabei manchmal ein paar Mal ansetzen, um den Holm abzutrennen. Mit dem ebenfalls hydraulisch angetriebenen Spreitzer wurden die Türen vom Fahrzeugrahmen herausgetrennt. Auch hier war "Fingerspitzengefühl" erforderlich, damit die Erschütterungen nicht so heftig ausfielen.


      


In einem weinroten Opel Vectra, der ebenfalls auf dem Parkplatz stand, wurden im 2.Teil der Übung zwei Personen gesetzt. Nun folgte abermals das selbe Szenario, allerdings mit "Opfern auf Fahrer- und Beifahrersitz". Den Unfallopfern wurden Helme aufgesetzt und Decken umgelegt (damit eventuelle splitternde Teile sie nicht verletzten). Nach der Stabilisation des Autos wurde abermals das Dach entfernt und die Türen abgetrennt. Nun allerdings doch etwas "sorgsamer" als zuvor. Nach der Übung wurden die beiden Insassen nach ihrer Erfahrung als "Unfallopfer" befragt. So konnten sich die Helfer auch einmal in die Lage der Opfer versetzen.



 Bevor die Rettung der Verletzten eingeleitet wurde, hatten die Helfer noch eine umfangreiche Verkehrssicherung aufgebaut. Obwohl es sich bei der Straße nur um eine Sackgasse handelte, leiteten mehreren Verkehrsleitkegel und Weitwarnleuchten den Verkehr am "Unfall" vorbei. Auch die Fahrzeuge sicherten die Einsatzstelle mit ab. Genau so, wie an einer Unfallstelle auch.

  


Nach gut zwei Stunden rückten die Retter der Feuerwehr wieder ein. Sie hinterließen zwei Fahrzeuge, die nun als "Cabrio" durchgehen würden.

Die Firma Bremer, Bergungsunternehmen aus Hannover-Misburg, hatte die Fahrzeuge kurzfristig als Übungsobjekt zur Verfügung gestellt. Von der Feuerwehr dafür ein herzliches Dankeschön.

Die Bilder zeigen den Einsatz der schweren Rettungsgeräte.

Mit 43 Einsatzkräften und neun Fahrzeugen rückte die Ortsfeuerwehr Laatzen im Rahmen des wöchentlichen Übungsdienstes am Mittwoch gegen 19.10 Uhr zum Schulzentrum an der Marktstraße aus. "In der Aula ist es während der Schulentlassungsfeier zu einem Feuer mit starker Rauchentwicklung gekommen, sechs Personen werden noch vermisst", schilderten Übungsleiter Thomas Kitzhofer und Marcel Kühntopf den anrückenden Helfern das Szenario.


Anhand der Feuerwehrlaufkarten in der Brandmeldezentrale orientierten sich Zug- und Gruppenführer und dann ging alles "ganz schnell". Mehrere Trupps unter Atemschutz gingen zur Menschenrettung über den Haupteingang und die Fluchttüren an der Aula zur Menschenrettung vor. Andere Helfer verlegten derweil eine B-Leitung bis zu einem Hydranten nahe der St. Oliver Kirche, um genügend Löschwasser fördern zu können. Die Besatzung der Drehleiter baute eine Riegelstellung auf, um die Ausbreitung des Feuers zu verhindern. Außerdem wurde in einem Zelt (aufblasbar und steht somit sehr schnell zur Verfügung) eine Verletztensammelstelle eingerichtet. Um 19.24 Uhr war die erste Person (Dummys mit etwa 75 Kilogramm Gewicht) gerettet. In wenigen Minuten Abstand trugen die Atemschutztrupps auch die anderen Vermissten aus dem Gebäude.

  
Nach der Personenrettung bekämpften die Helfer noch die beiden Brände links und rechts neben der Bühne. Nach kurzer Zeit kam über Funk die Meldung "Feuer aus". Die insgesamt vier Trupps unter Atemschutz konnten in den bestuhlten Räumen "kaum die Hand vor Augen sehen", so stark waren die Räume durch eine Nebelmaschine verraucht worden.
Mit einem Dank an den Hausmeister sowie der Übungsleiter mit einem 3-fachen "Gut Wehr" verabschiedeten sich die Helfer der Ortsfeuerwehr Laatzen gegen 20.30 Uhr.
Eine stattliche Anzahl von Schaulustigen inclusive einiger Schutzsuchender aus der nahen Flüchtlingsunterkunft verfolgten das Szenario aus gebührendem Abstand. Alle wurden aber schnell gesagt, dass es sich nur um eine Übung handelt.

Schulung im Erden von Bahnleitungen, auch eine Aufgabe der Feuerwehr im Stadtgebiet Laatzen

Insgesamt 20 Mitglieder der Ortsfeuerwehren Rethen, Gleidingen und Laatzen nahmen an diesem Sonnabend an einer Schulung im Bahnerden teil. Ausbilder Jens Steinbrück von der DB Netz AG, Regionalbereich Nord brachte den "Auszubildenden" in einem theoretischen Block und anschließender praktischer Handhabung mit den Erdungsstangen das nötige Know-how bei.
Der Notfallmanager Jens Steinbrück erklärte den Feuerwehrleuten innerhalb von drei Stunden den Aufbau der Stromversorgung von der Energieerzeugung bis hin zum Mast der Oberleitung. Anhand von Zeichnungen und Fotos stellte er den Streckenverlauf im Bezug auf die Energieversorgung dar. Die normale Spannung bei Zugverkehr beträgt 15.000 Volt. "Auch im abgeschalteten Zustand hat die Leitung noch eine Restspannung von 2000 - 7000 Volt, und das bedeutet Lebensgefahr", warnte er die Helfer vorsichtig im Umgang mit Haverien im Bereich der DB zu sein. Die Abschaltung der Oberleitung muss vor der Erdung schriftlich per Fax bestätigt werden, bevor die nötigen Arbeiten eingeleitet werden können. Der Sicherheitsabstand von 1,5 Metern ist immer einzuhalten, gab er den Helfern mehrmals mit auf den Weg. Ausführlich erklärte er auch die Oberleitung. Der Fahrdraht zweigt nach etwa 1500 Metern ab und eine neue Leitung speist den Strom ein. In dieser Phase läuft die Leitung kurzzeitig parallel. Über dem Fahrdraht hängt in etwa 12-16 Metern Höhe die Speiseleitung, diese wird allerdings nicht durch die Feuerwehr geerdet. Bei Gewitter sollte ebenfalls nicht geerdet werden, da die Gefahr eines Blitzeinschlages zu groß ist.


Ab Mittag ging es dann zum S-Bahnhof an der Birkenstraße. Dort konnte nun jeder der ausgebildeten Bahnerder nun sein theoretisches Wissen in die Tat umsetzen. Zuerst prüften die Feuerwehrleute mit dem Spannungsprüfer die Oberleitung, danach klemmten sie die Erdungsklemme an der Schiene an. Vorher hatte sie ein wenig Schotter beseitigt, damit die Klemme auch "ordentlich fest sitzt". Anschließend wurde das Erdungsgeschirr am Fahrdraht eingehängt und fest verbunden. Im Einsatzfall muss diese Erdung vor und hinter einer Einsatzstelle erfolgen.
Gegen 13.30 Uhr kehrten die Helfer der drei Ortsfeuerwehren zurück in ihre Standorte. Jede der drei Ortsfeuerwehren am DB Netz verfügt über Erdungsgarnituren. Im Ernstfall kann also schnell geerdet werden.

Foto anbei: Joop

Wechsel in der Führung der Stadtfeuerwehr Laatzen: Hoffmann geht Osterwald kommt

Ein "kleiner Generationswechsel" hat sich an der Spitze der Stadtfeuerwehr Laatzen vollzogen. Nachdem im letzten Jahr schon Jörg Peters zum stellvertretenden Stadtbrandmeister ernannt wurde, verabschiedete Bürgermeister Jürgen Köhne am Donnerstagabend den scheidenden Stadtbrandmeister Hartmut Hoffmann aus dem Ehrenbeamtenverhältnis und verpflichte Sebastian Osterwald als dessen Nachfolger für die nächsten sechs Jahre.
In einem "kleinen Umzug" durchs Doppeldorf holten der Musikzug sowie die Mitglieder der Ortsfeuerwehr Ingeln-Oesselse "ihren Hartmut" zusammen mit seiner Ehefrau Marianne von zu Hause ab. Vor dem Feuerwehrhaus warteten schon Abordnungen der anderen drei Ortsfeuerwehen des Stadtgebietes, die Stadtbrandmeister der Nachbarkommunen, Vertreter aus Politik und Verwaltung, eine Abordnung der Feuerwehr Melaune (Sachsen) sowie zahlreiche weitere
Gäste . In einer kleinen Laudatio würdigte Köhne das Engagement Hoffmanns innerhalb der Feuerwehr: "Am 1. Mai 1972 sind sie damals in die Einsatzabteilung eingetreten und nun nach 14 Jahren und fünf Monaten als Ehrenbeamter in der Funktion Vizechef und seid dem 1. April 2004 an der Spitze der Stadtfeuerwehr werden sie verabschiedet". Ein "Leben für die Feuerwehr" ist nun zwar offiziell zu Ende, aber mit Rat und Tat wird Hoffmann auch weiterhin der Feuerwehr zur Seite stehen. "Sie haben viel erlebt und gleichzeitig auch bewegt, wir danken ihnen dafür", beendete Köhne seine Rede. Jörg Peters als neuer stellvertretender Stadtbrandmeister sowie Regionsbrandmeister Karl-Heinz Mensing würdigten ebenfalls Hoffmanns Wirken an der Spitze der Stadtfeuerwehr sowie auf Regionsebene. "Du warst zäh in der Sache, aber hast immer Klartext gesprochen, wenn ich nur an die Alarm- und Ausrückeordnung oder die Leitstelle denke", lobte Mensing. Zum weiteren "dirigieren von Feuerwehrautos" überreichte der stellvertretende Leiter der Feuerwehr Hannover, Dieter Rohrberg, an Hoffmann Modellautos. So kann der 60-Jährige auch weiterhin Feuerwehrführungsaufgaben übernehmen, allerdings nur in Miniatur im Maßstab 1:87.

Nach der Verabschiedung wurde als Nachfolger Sebastian Osterwald zum Stadtbrandmeister (Amtszeit 01.04.2016 - 31.03.2022) ernannt. Aus den Händen von Bürgermeister Jürgen Köhne erhielt der 35-Jährige aus Laatzen-Mitte die Ernennungsurkunde. "Ich freue mich auf eine weiterhin gute Zusammenarbeit und habe immer ein offenes Ohr für die Feuerwehr", sagte Köhne in seinen Begrüßungsworten. Damit Osterwald immer gut mit den vier Ortsfeuerwehren harmonieren kann überreichte er ihm einen Taktstock. Osterwald fand mit 17 Jahren den Weg zur Feuerwehr und hatte vorher die Funktion stellvertretender Ortsbrandmeister in Laatzen inne. Der städtische Mitarbeiter im Rathaus hat zwei Kinder und wohnt mit seiner Familie im Wohngebiet Lange Weihe. Als letzte Amtshandlung beförderte der scheidende Stadtbrandmeister seinen Nachfolger zum Hauptbrandmeister.

Mit einem Essen im Feuerhaus Ingeln-Oesselse klang der offizielle Teil der Veranstaltung aus. 

   
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