Hochzeit bei der Ortsfeuerwehr Laatzen

Hochzeit bei der Ortsfeuerwehr Laatzen - kleines Volksfest vor der Marienkirche in Laatzen-Grasdorf

Am Sonnabend konnte man schon leicht denken, dass die evangelische Kirchengemeinde in Laatzen-Grasdorf ein Gemeindefest feiert, denn die Kirchstraße war gesperrt und etliche Dutzend Einwohner säumten den Platz vor der St.-Marien-Kirche. Aber nicht ein Fest sondern die Hochzeit von Jessica Müller und Frederik Mohr waren der Grund der Menschenansammlung.


Während Pastor Burkhard Streack das junge Paar in der Kirche traute waren die Ortsfeuerwehr Laatzen zusammen mit der Jugendfeuerwehr (dort ist Frederik Mohr als Gruppenführer und Stadtausbildungsleiter aktiv) sowie das Fanfaren Corps Laatzen e. V. (hier spielt Jessica Müller aktiv mit) dort angerückt. Beim Auszug aus der kleinen Kirche gratulierte als erster der stellvertretende Stadtbrandmeister Dirk Kröger dem jungen Paar und wünschte für die Zukunft alles Gute. Eine Wetterstation und ein großer Blumenstrauß überreichte Kröger den frisch vermählten zur Hochzeit. Anschließend war Geschick gefragt: Mit einer Säge bewiesen der 34-jährige Mohr als auch seine 31-jährige Gemahlin nun Geschick, im Nu war ein Baumstamm durchgesägt. Durch ein Spalier von blauen und roten Uniformen hindurch ging es dann zur Drehleiter. Maschinist Axel Piel beförderte das Paar dann auch noch in den "siebten Ehehimmel". Von oben winkten die jungen Leute der Festgesellschaft freudig zu.
Bevor es in einem Oldtimer zur Feier nach Gleidingen ging spielte das Fanfarencorps noch einige "schmissige Stücke" auf dem Vorplatz und begeisterte damit Gäste sowie Zuschauer. Freudig strahlten auch die beiden Elternpaare von Braut und Bräutigam sowie die Kinder Julian und Melina.

  

 

   

 

Bilder und Text:G.Senft

Kameratraining bei der Feuerwehr Laatzen

Kameratraining bei der Feuerwehr Laatzen

Retten, löschen, bergen und schützen, darin sind die Helfer der Feuerwehr bestens geschult. Kürzlich fand in den Räumen der Ortsfeuerwehr Laatzen aber auch wieder eine Schulung zum Thema Pressearbeit statt. In diesem Jahr stand ein Kameratraining auf dem Plan.
Drei Feuerwehrleute und eine hauptamtliche Kraft des Team Öffentlichkeitsarbeit aus dem Laatzener Rathaus nahmen daran teil. Amadeus Sartorius von der Firma "Hannoverreporter" teilte die Schulung in einen 90-minütigen theoretischen Block und ein etwa zweistündiges Kameratraining.

Im Unterrichtsteil am Vormittag gab er den Presseleuten einige wertvolle Tipps mit auf den Weg und berichtete aus dem Alltag eines "Blaulichtreporters". Seit mehreren Jahren ist Sartorius nun schon selbstständig tätig und konnte so viele Anregungen und Tipps zu einem guten Auftritt vor der Kamera geben. Wer wusste vorher schon, dass die einleitenden Worte anlässlich eines Originalton (O-Ton) an der Einsatzstelle immer etwa 15-20 Sekunden dauern sollten. Auch die folgenden Aussagen des Pressesprechers folgen immer nur in kurzen Sätzen, ohne lange Halbsätze als Erklärung. Sartorius berichtete auch über den Weg der Meldung eines Unglücks über das Drehen vor Ort, den Schnitt des Materials sowie schließlich das Senden des etwa 90 Sekunden umfassenden Beitrages im Fernsehen. Und das alles passiert in unserer schnelllebigen Zeit innerhalb von wenigen Stunden, wenn es sollte senden wir unsere Beiträge auch direkt vom Ort des Geschehens aus.


  


Nach einer kurzen Pause und "tief Luft holen" wurde es für Till Hey aus Ingeln-Oessesle, Meik Gerecke (Ahrbergen), Thorsten Niedrig (Rethen) sowie Anika Golm (Stadt Laatzen) "Ernst": Vor laufender Kamera gaben alle nacheinander ein Interview zu einer fiktiven Lage. Dabei wurde auf Mimik, Aussprache sowie Betonung geachtet. Bei Sichtung des Materials sahen alle vier Personen ihre eigenen Aussagen nochmals am Bildschirm und konnten so kleine Fehler erkennen.
Waren die Beiträge anfangs etwas "holprig" kamen alle vier Medienarbeiter nach einer Pause beim zweiten Dreh richtig in Schwung. Jetzt am frühen Nachmittag lobte Sartorius die vier Presseverantwortlichen: "Sie alle machen das besser, als so manch ein ausgebildeter Medienfachmann".

  

Mit einem kleinen Imbiss und einem Erfahrungsaustausch über Medienarbeit der Feuerwehr vor Ort, der Präsenz im Internet sowie das Verfassen von Berichten endete das intensive Kameratraining. Pressesprecher Gerald Senft, der nach einem Sprechtraining beim NDR Anfang des Jahres nun zu diesem Training vor laufender Kamera eingeladen hatte, zeigte sich sehr zufrieden mit den Leistungen der Pressevertreter: "Obwohl alle Teilnehmer über fiktive Einsätze berichteten, waren die Aussagen vor der Kamera realitätsnah und sehr beeindruckend für den Zuschauer am Bildschirm"

Zwischendurch gab es noch einen Alarm zu einem PKW-Brand, sodass ein Feuerwehrmann die Schulung unterbrechen musste. Aber das ist die tägliche Arbeit der freiwilligen Feuerwehr..... zu jeder Tages- und Nachtzeit bereit zu sein, um anderen zu helfen und das an 365 Tagen im Jahr.

Gefahrgutübung: Amonniak tritt aus

Im Rahmen des normalen Übungsdienstes der Ortsfeuerwehr Ingeln-Oesselse simulierte der stellvertretende Ortsbrandmeister Gunnar Pahlke einen Unfall mit Gefahrgut im Pfingstangerweg. Aus einem 1000-Liter-Behälter auf einem Anhänger tropfte Ammoniak (stechend riechende Flüssigkeit). Außerdem war eine Person auf der Ladefläche übel geworden und zusammengebrochen.
Die zuerst eintreffenden Helfer der Ortsfeuerwehren Ingeln-Oesselse und Gleidingen retteten die Person aus dem Gefahrenbereich und schlugen die austretenden Dämpfe mit einem C-Rohr und dem Hydroschild (Wassernebel) aus dem Ingeln-Oesselser Tanklöschfahrzeug nieder. Provisorisch versuchten sie außerdem noch die zahlreichen Löcher im Tank zu stopfen, bzw. mit Schuttmulden die Flüssigkeit aufzufangen. Zur Wasserversorgung wurde eine etwa 200 Meter lange Schlauchleitung zu einem Hydranten verlegt.
Wegen des austretenden Gefahrstoffs Ammoniak wurde ein größerer Bereich rund um die Gefahrenstelle abgesperrt. Diesen durfte niemand mehr betreten.


Wenig später traf der Gefahrgutzug der Ortsfeuerwehr Laatzen am Unglücksort ein. In Chemikalienschutzanzügen (CSA) näherten sich drei Einsatzkräfte vorsichtig dem Anhänger, weitere Abdichtungen erfolgten. Nach ihrem erfolgreichen Einsatz fand auf dem Feldweg die Dekontamination der Helfer statt.
Zahlreiche Schaulustige und Radfahrer verfolgten bei sommerlichen Temperaturen die Rettungsarbeiten an der Leckage des Tanks. Anfangs dachten die Nachbarn bei dem Großaufgebot an Einsatzfahrzeugen sogar an einen Ernstfall. Gunnar Pahlke konnte sie aber schnell beruhigen.
Zufrieden mit der Übung zeigte sich Einsatzleiter Philipp Mattern aus Ingeln-Oesselse: „Die Helfer zeigten eine hohe Motivation und sind mit vollem Elan bei der Arbeit, auch wenn es nur eine Übung ist“. Bei hochsommerlichen Temperaturen waren die Kräfte nach Ende des Einsatzes völlig nassgeschwitzt.
Im Feuerwehrhaus in der Bokumer Straße gab es für alle Beteiligten noch eine Erfrischung.
Wer Lust hat, sich den ehrenamtlichen Helfern der vier Laatzener Ortsfeuerwehren anzuschließen ist herzlich willkommen. Nähere Informationen gibt es im Internet.

Bericht bei "MyHeimat"

Ausflug nach Hannover...

Ausflug der Ortsfeuerwehr Laatzen - Hannover das Reiseziel

Der diesjährige Feuerwehrausflug führte die Mitglieder und Freunde der Ortsfeuerwehr Laatzen nicht in entfernte Gefilde sondern in die nahe Landeshauptstadt Hannover. Mit zwei Üstra-Oldtimern fuhren die über 100 Teilnehmer über Sarstedt gen Hannover, nahmen dort an einer Führung durch und unter dem Hauptbahnhof teil und besuchten schließlich noch ein Theater in der Georgstraße.
Um ausgiebig für den Tag gerüstet zu sein, startete die Gruppe gegen 8.30 Uhr in den Räumen der Feuerwehr im Sankt-Florian-Weg mit einem Frühstücksbuffet. Schlachtermeister Borchers aus Arnum lieferte dazu reichlich Wurst, Rührei mit Speck sowie Salat. Der Festausschuss ergänzte mit Marmeladen, Käse, Säften sowie Kaffee und Tee und schon war die Tafel reichlich gefüllt.
Um 9.40 Uhr fuhren zwei Oldtimer nebst einem Anhänger des "Förderverein Straßenbahn Hannover e.V." an der Haltestelle "Park der Sinne" ein und nahmen die Teilnehmer auf. Über Sarstedt, Grasdorf, Döhren und im Tunnel durch die Innenstadt ging es nach Buchholz auf den dortigen Betriebshof der Üstra. Unterwegs machten so manche alte Geschichten die Runde. "Hier stand einmal das Wartehäuschen der Strecke nach Pattensen", erzählte eine ältere Teilnehmerin den Jüngeren in Rethen. Auch von nicht mehr vorhandenen Brücken der alten Linien war die Rede. Nach einer kurzen Pause ging es dann vom Betriebshof direkt zurück zum hannoverschen Hauptbahnhof. In der Tunnelstation verließen die Feuerwehrleute die beiden Oldtimer.
Mit drei Führern von "stattReisen" machten sich die Teilnehmer nun zu Fuß auf, die wechselvolle Geschichte des nunmehr über 160 Jahre alten Hauptbahnhofs zu ergründen. Noch heute erstrahlt das Gebäude so stark wie damals. Ein besonderes Highlight war natürlich die Begehung des alten Posttunnels (durch diesen wurden Pakete und Post direkt von der Hauptpost auf die Bahnsteige und dann in die Züge befördert) und der U-Bahn-Station der nie gebauten D-Linie. Die sogenannte "Geisterstation der Üstra" liegt im Rohbau fertig unter den vorhandenen U-Bahn-Linien und sollte die Südstadt mit den westlichen Stadtteilen verbinden. Außer der Station wurde allerdings nichts der geplanten D-Linie jemals gebaut.


Ab 17 Uhr wurde es dann spannend, im Neuen Theater besuchte die Feuerwehr das Kriminalstück "Hobby ist Mord" von Agatha Christie. Das Theater war ausverkauft und fast nur von Laatzenern besucht. Im 2. Akt stieg dann die Spannung, der Täter darf allerdings an dieser Stelle nicht verraten werden.
Mit einem zünftigen bayerischen Abend im Bavarium in der Windmühlenstraße schlossen die Männer und Frauen ihren Tagesausflug ab. Mit Haxen, Leberkäse, Brezeln, Weißwurst, Kraut und Bratkartoffeln verwöhnte das Küchenteam die Gäste. Kurz vor Mitternacht kehrten die letzten Gäste dem Lokal den Rücken zu. Mit der Üstra fuhren die Teilnehmer nun sicher nach Hause, so wie sie gekommen waren. Nun allerdings im modernen "Silberpfeil" und nicht im Oldtimer.

Bericht bei "MyHeimat"

alte Drehleiter geht nach Argentinien

Mitglieder der Freiwilligen Feuerwehr Balcarce nehmen Fahrzeug persönlich in Empfang

Die Stadt Laatzen hat das alte Drehleiterfahrzeug der Laatzener Feuerwehr für 12.000 Euro an die Freiwillige Feuerwehr Balcarce in Argentinien verkauft. Der Chef der dortigen Feuerwehr Juan Fernando Alessio hat das rund 20 Jahre alte Fahrzeug gemeinsam mit seinen Kameraden Fernando Pinero und Emanuel Andolfi heute in Empfang genommen.

Der Verkauf des Fahrzeuges sei ein schönes Beispiel für die internationale Zusammenarbeit, freut sich Bürgermeister Thomas Prinz über die Nachnutzung. Über ein Internetportal sind die drei ehrenamtlichen Feuerwehrmänner aus Argentinien Ende März auf die Drehleiter gestoßen. Bereits am Montag hatten sie vor Ort eine Einführung in die Bedienung des Fahrzeuges erhalten. „Wir hoffen, dass wir die Leiter nie nutzen werden“, so Feuerwehrleiter Alessio. „Wenn wir sie brauchen sollten, ist sie jedoch da!“ Ob das Wappen der Stadt Laatzen an Fahrer- und Beifahrertür in Balcarce entfernt wird, sei noch unklar.

Bereits am heutigen Nachmittag fahren Alessio, Pinero und Andolfi mit der Drehleiter nach Moers. Eine Spedition bringt sie von dort nach Antwerpen, von wo sie nach Argentinien verschifft wird. Die Ankunft dort ist für Ende Juli geplant.

Das Geld für das 12.000 Euro teure Drehleiterfahrzeug und den 4.000 Euro-Transport stammt aus Spenden und Wohltätigkeitsveranstaltungen. Anders als in Deutschland gebe es in Argentinien keine Unterstützung vom Bürgermeister für die Freiwillige Feuerwehr, betont Pinero. Auch die Reise nach Deutschland haben die drei Kameraden aus eigener Tasche bezahlt.

Balcarce liegt rund 400 Kilometer südlich von der argentinischen Hauptstadt Buenos Aires entfernt. In der rund 44.000-Einwohner-Stadt kommt es vor allem im Sommer häufig zu Waldbränden. Etwa drei Mal täglich rücken die 60 Kameraden der Freiwilligen Feuerwehr Balcarce zum Einsatz aus.

Quelle /  Text:  www.laatzen.de

   
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