Neue Bootsführer ausgebildet.

Ausbildung zum Bootsführer auf Binnengewässern

Neben der technischen Hilfeleistung und Brandbekämpfung ist die Laatzener Ortsfeuerwehr im Stadtgebiet auch für die Wasserrettung zuständig. Damit immer genügend Bootsführer für das Rettungsboot zur Verfügung stehen, werden in unregelmäßigen Abständen weitere Kameraden zur Schulung geschickt. Am heutigen Sonnabend bestanden wieder fünf junge Männer aus der Einsatzabteilung ihre Prüfung. Nun besitzen weit mehr als ein Dutzend Mitglieder der Laatzener Ortsfeuerwehr den "Sportbootführerschein binnen" und können somit das 25 PS starke Rettungsboot bei Übung und im Einsatz sicher führen.

Innerhalb der letzten fünf Wochen trafen sich die fünf Feuerwehrleute zusätzlich zum regulären Dienst mit Ausbilder Wolfgang Köhler von der Segel- und Yachtschule Hannover zum theoretischen Unterricht und zur praktischen Ausbildung. Insgesamt 12 Stunden Unterricht fanden im Feuerwehrhaus Laatzen statt: Verkehrsregeln auf dem Wasser, die Bordtechnik, verschiedene Knoten der Leinen und Motorkunde waren einige der zahlreichen Themen. Im praktischen Teil übten die Laatzener auch die Rettung von im Wasser treibenden Personen. Die Ausbildung mit dem Boot fand auf dem Mittellandkanal im Bereich Seelze/Lohnde statt.

Gut fünf Stunden dauerte die heutige Prüfung in Hannover, am Ende waren aber alle Laatzener glücklich: Mit dem Bootsführerschein für Binnengewässer in der Tasche kamen sie nach Laatzen zurück, Prüfung also bestanden. Nun können weitere fünf Einsatzkräfte Boote mit weniger als 15 Metern Länge, das Rettungsboot der Laatzener ist vier Meter lang, auf Binnengewässern führen. Auf der freien See allerdings nicht, aber soweit rücken die Laatzener im Einsatzfall auch nicht aus....

 

Das Bild zeigt vor dem Rettungsboot Florentine 1: hintere Reihe von links: Yannic Schollmeyer und Kai Schwarze sowie vorne von l.n.rechts: Sven Mackenrodt, Ansgar Aselmeyer und Sejmen Jonas.
Foto: Senft

Unterricht: Absichern von Einsatzstellen, speziell auf der Autobahn

Interessanter Unterricht bei der Ortsfeuerwehr Laatzen: Absichern von Einsatzstellen, speziell auf der Autobahn

Unter dem Titel "Absichern von Einsatzstellen im öffentlichen Verkehrsraum, Eigensicherung auf der Autobahn" referierte im Rahmen eines Unterrichts Norbert Mock von der Autobahnpolizei Hildesheim. Der erfahrene Beamte referierte über Gefahren, Einsatzgrundsätze, Sicherungsmittel und zum Ende seines Berichtes auch zum Thema Spurensicherung durch die Polizei.
"Wir möchten, dass Sie sicher leben und das auch an Einsatzstellen", fasste er kurz und knapp zu Beginn zusammen. Anhand eines kurzen Filmes wurde anschließend der Unfall eines bayrischen Polizisten gezeigt, der während einer Absicherung eines Unfalls auf der Bundesautobahn zu Tode kam. "Vorrang hat immer die Sicherung der Unfallstelle, damit wir als Retter nicht selbst zu Opfern werden", ermahnte Mock die Anwesenden Frauen und Männer der Laatzener Einsatzabteilung der Ortsfeuerwehr. Auch Ersthelfer werden immer wieder zu Opfern an Unfallstellen. Es lauern viele Gefahren, besonders die hohe Geschwindigkeit, das mangelnde Reaktionsvermögen und die falsche Einschätzung der Geschwindigkeit führen zu Unfällen nach bereits schon erfolgten Kollisionen. Im Einsatzfall sollte langsam auf die Unglücksstelle zugefahren werden, wenn möglich den Verkehr hinter den Einsatzfahrzeugen "auflaufen lassen" und so für einen künstlichen Stau sorgen. " Das Absichern geht vor der Rettung, läuft aber mindestens parallel", fasste er zusammen. Bei Unfällen mit Schwerverletzten, brennenden Fahrzeugen und Gegenständen auf der Fahrbahn wird immer voll gesperrt, bei überschaubaren Ereignissen erfolgt eine Teilsperrung. "Bei der Anfahrt zum Unfall benutzen sie bitte immer die Rettungsgasse, die Standspur mit ca. zwei Metern Breite ist keine Alternative", dieses zeigte auch ein Film, der aus einem Einsatzfahrzeug heraus aufgenommen wurde.


 


Die Autobahnpolizei beginnt schon 300 Meter vor dem Hindernis mit der Absicherung der Unfallstelle, ein "Blockfahrzeug" mit eingeschaltetem Blaulicht, Warnblinkanlage und Licht sorgt zusätzlich für den Schutz der Rettungskräfte. Material (Warnblinkleuchten, Leitkegel und Warnbaken) hat die Polizei immer in ihren Fahrzeug mit dabei. Bei der Feuerwehr wird empfohlen schon etwa 800 Meter vor der Einsatzstelle das erste Schild zur Verkehrswarnung aufzustellen. Videos von verschiedenen Situation verdeutlichten die falsche Reaktion von Verkehrsteilnehmern und Helfern im Einsatz. Nach etwa zwei Stunden Unterricht kam Mock auch noch zum Thema Spurensicherung und Aufgaben der Polizei im Rahmen der Ermittlungstätigkeiten.

Die Hildesheimer Autobahnpolizei ist für den Bereich der BAB 7 zwischen dem Dreieck Hannover-Süd und der alten Raststätte Seesen zuständig. Außerdem betreuen die Beamten ein kleines Stück der BAB 39 im Bereich Baddeckenstedt.

Ausbildung für DRK-Notfallsanitäter

Notfallübung für angehende Notfallsanitäter bei der Feuerwehr in Laatzen

Knapp 20 angehende Notfallsanitäter des Deutschen Roten Kreuzes (DRK) aus dem Bereich Hannover-Stadt und der Region Hannover sowie dem Landkreis und der Stadt Hildesheim nahmen im Rahmen ihrer 3-jährigen Ausbildung an der Rettungsschule Mebino in Hannover an einer Notfall-Übung auf dem Gelände der Schwerpunktfeuerwehr in Laatzen teil.



Sebastian Osterwald von der Ortsfeuerwehr Laatzen (er war selbst jahrelang für den DRK-Rettungsdienst tätig) unterrichtete zum Thema Einsatztaktik und Zusammenspiel bei der technischen Rettung durch die Feuerwehr und dem Zusammenwirken mit der medizinischen Versorgung durch den Rettungsdienst auf dem weiträumigen Gelände der Feuerwehr im Sankt-Florian-Weg in Laatzen. Neben den Kollegen der Ortsfeuerwehr Laatzen, die mit dem Rüstwagen und somit mit schwerem technischen Gerät übten, waren auch diverse Rettungswagen, ein Notarzteinsatzfahrzeug und die Polizei mit einem Einsatzfahrzeug vertreten.

Bei zwei verschiedenen Szenarien übten die 19 angehenden Notfallsanitäter zusammen mit Polizei und Feuerwehr die technische Rettung und die Ordnung an der Einsatzstelle. Beide Übungen nahmen etwa 60 Minuten Zeit in Anspruch, diese Zeit vergeht manchmal auch an Einsatzstellen bis eine verunfallte und schwer eingeklemmte Person sach- und fachgerecht gerettet werden kann.

Die vier "Unfallopfer" waren vorher von der Realistischen Unfalldarstellung geschminkt worden und wirkten so wie "echte Unfallopfer", die mit ihrem Personenwagen verunglückt waren. Zufrieden zeigten sich die Ausbilder mit der Zusammenarbeit der verschiedenen Hilfsdienste: "Von dem reibungslosen Zusammenspiel der verschiedenen Helfer bei den vorgegebenen Situationen bin ich stark beeindruckt", fasste es ein Ausbilder kurz zusammen.

 

 


Quelle Fotos: Bernd Günther

Grundausbildung TM1 beendet

Es ist geschafft, nach vierwöchiger Ausbildungsdauer endete am Samstag die Truppmann-1-Ausbildung der Feuerwehren Hemmingen und Laatzen im Feuerwehrhaus im Sankt-Florian-Weg. Sogar Bürgermeister Jürgen Köhne war anwesend und gratulierte dem Feuerwehrnachwuchs zur bestandenen Prüfung. Er stellte in seinen Grußworten das "Ehrenamt Feuerwehr" in den Fokus seiner kleinen Rede. Insgesamt 12 Mitglieder aus den verschiedensten Ortsfeuerwehren der beiden Städte hatten an den Schulungen teilgenommen und nun diesen Einstiegslehrgang auch bestanden. Der stellvertretende Regionsausbildungsleiter der Feuerwehr, Carsten Prelle, überreichte an jeden persönlich die Teilnahmebescheinigung. In diesem Jahr waren elf Männer und eine Frau mit dabei, ein 39-jähriger Teilnehmer aus Gleidingen kam über die Nachbarschaft zu einem Feuerwehrmann zu der Ausbildung. Er ist ein sogenannter "Quereinsteiger". Gut die Hälfte der Auszubildenden waren vorher Mitglieder der Jugendabteilung gewesen.


Zu den Gratulanten zählten auch die beiden Stadtbrandmeister Hartmut Hoffmann (Laatzen) und Roland Frey (Hemmingen), Abschnittsleiter Eric Pahlke sowie Mitglieder aus Rat und Mitarbeiter der Verwaltung. Bürgermeister Jürgen Köhne betonte in seinen Grußworten auch, dass die Vertreter in den Räten ihre Arbeit ehrenamtlich leisten, genauso wie die Feuerwehr. Alle Redner freuten sich über den nun gut ausgebildeten Nachwuchs für die Feuerwehr.

Übung in der ehem. Feuerwache

Altes Feuerwehrhaus (jetzt Kfz-Werkstatt) total verraucht - sechs Vermisste - Übung der Feuerwehr

Mit 38 Kräften und sechs Einsatzwagen übte die Ortsfeuerwehr Laatzen am gestrigen Mittwochabend an ihrem alten Domizil in der Kronsbergstraße 21. Laut Übungsleiter Sven Wenger war es in der Werkstatt der Fa.Keskin zu einem Feuer gekommen, sechs Mitarbeiter galten als vermisst. Das Gebäude ist den älteren Feuerwehrleuten noch gut bekannt, bis 1998 waren in den Räumen Fahrzeuge und Geräte des Laatzener Löschzuges der Ortsfeuerwehr Laatzen untergebracht.
Ab 19.17 Uhr trafen nach und nach immer mehr Retter in der Kronsbergstraße ein, Schläuche wurden ausgerollt und die Drehleiter in Stellung gebracht. Nach wenigen Minuten wurde das "erste Opfer" per Drehleiter aus dem ersten Obergeschoss gerettet. Wenige Minuten später trugen weitere Einsatzkräfte "Vermisste" auch über den rückwärtigen Eingang nach draußen. Vor der ehemaligen Zentrale richtete die Feuerwehr eine Sammelstelle für die Verletzten ein. Die Rettung der sechs Eingeschlossenen war keine leichte Aufgabe für die Trupps unter Atemschutz, denn mit einer Nebelmaschine hatte Wenger schon eine Stunde vor der Übung fast das ganze Haus in dichten Rauch gehüllt. Die sechs Dummis verteilte er dann im Keller, oben im Saal, am offenen Fenster und in der Grube der Autowerkstatt. Während der Rettungsarbeiten kam es auch zu einem "Atemschutznotfall", ein Trupp fiel plötzlich und unerwartet aus. In wenigen Sekunden war der Rettungstrupp, ebenfalls unter Atemschutz, vor Ort. Der gestürzte Feuerwehrmann konnte schnell aus der Grube gerettet werden.


Vor dem Gebäude wurden unterdessen Schläuche zum nächsten Hydranten verlegt, um die Wasserversorgung zu sichern. Außerdem bereiteten die Feuerwehrleute ein Schaumrohr zum Löschen von Betriebsstoffen vor. Wegen der vielen Einsatzwagen war die Kronsbergstraße mit Weitwarnleuchten und Leitkegel abgesichert. Am Korb der Drehleiter montierten Björn Seebode und Rene Hahn unterdessen das Wenderohr, um auch von oben das Feuer bekämpfen zu können.
Beobachtet wurden die 38 Laatzener Retter von der Belegschaft der Firma Keskin. Firmenchef Murat Keskin zeigte sich positiv erstaunt über die engagierten und hoch motivierten ehrenamtlichen Feuerwehrfrauen und -männer aus Laatzen: "Es ist ein Erlebnis den Feuerwehrkräften bei ihrer Arbeit zuzusehen, hier wird schnell und gründlich gearbeitet". Mit einem dreifachen "Gut Wehr" verabschiedete sich die Ortsfeuerwehr Laatzen gegen 21 Uhr von Fa. Keskin.

   
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