50 Jahre Jugendfeuerwehr in Laatzen - Tag der offenen Tür bei der Ortsfeuerwehr im Sankt-Florian-Weg

Mit einem "Tag der offenen Tür" rund um das Feuerwehrhaus im Sankt-Florian-Weg begeht die Jugendfeuerwehr Laatzen dieses Jahr ihren 50. Geburtstag. Am Sonnabend, 10. Oktober 2015, um 11 Uhr wird das Fest offiziell eröffnet, bis gegen 18 Uhr können sich Jung und Alt dann bei der Ortsfeuerwehr Laatzen informieren. Das GVH-Brandmobil ist zu Gast, um anhand von Filmen und in Experimenten die Gefährlichkeit von Feuer zu demonstrieren. Die Ortsfeuerwehr Laatzen selbst zeigt bei einem simulierten Unfall ihr Geschick in der technischen Hilfeleistung und bei einer Brandübung (es wird tatsächlich ein kleines Haus angesteckt) ihren hohen Ausbildungsstand beim Löschen. Ebenfalls mit dabei der Musikzug der Stadtfeuerwehr Laatzen. Natürlich darf das Geburtstagskind nicht fehlen: Mit einer Übung demonstriert auch der Nachwuchs sein Können.


Für das leibliche Wohl der hoffentlich zahlreichen Gäste ist gesorgt, die Küche kann an diesem Sonnabend also kalt bleiben. Am Nachmittag folgt auch noch ein reichhaltiges Kuchenbuffet. Gegen 18 Uhr klingen die Feierlichkeiten dann aus.

Über viele Besucher aus nah und fern würde sich die Jugendfeuerwehr sehr freuen.

  

Das Plakat zum Jubiläum präsentierten heute Ortsbrandmeister Klaus-Dieter Wichmann und Jugendwart Gunnar Krone stolz dem Fotografen. Aushänge folgen nun in Geschäften, den Schulen und dem Leine-Center.

Knapp zwei Dutzend Helfer der Ortsfeuerwehr Laatzen übten in den letzten Wochen in und an einem stillgelegten Gewerbegrundstück die "kleine technische Hilfeleistung". Im Vordergrund standen dabei die Öffnung von Türen sowie das Trennen von Werkstoffen.

Ausbilder René Stuckenberg erläuterte den Feuerwehrleuten die Handhabung der motorbetriebenen Rettungssäge (Multi-Cut-Säge). Die mit einer Spezialkette ausgestattete Säge basiert auf einer handelsüblichen Benzin-Kettensäge, mit einem Tiefenbegrenzer kann man die erforderliche Schnitttiefe einstellen. Gesägt wird mit diesem Einsatzgerät im Stechschnitt, sie eignet sich für Verbundglasscheiben, dünne Bleche, leichte Wände und Türen. Gerade falls eine Tür schnell geöffnet werden soll, kann diese Säge schnell für ein Loch im Türblatt sorgen.
Falls einmal Dachpappe gesägt werden sollte, muss die Sägekette allerdings schnell von den klebrigen Resten befreit werden, da diese sonst antrocknen.



Draußen an einem Regal aus Metall versuchten die ehrenamtlichen Feuerwehrleute derweil mit einem Gemisch aus Acetylen und Sauerstoff Teile abzutrennen. "Nach dem Erwärmen müsst ihr langsam das Metall schneiden", erläuterte Ausbilder Yannik Schollmeyer. Jeder der sechs ehrenamtlichen Helfer versuchte anschließend selbst einmal Metall "zu schneiden". Zuerst öffneten die Laatzener Retter die Sauerstoffflasche dann das Acetylen, am Manometer sahen sie den Ausgangsdruck des Gemisches. Mit dem Brennkopf wurde nun noch die Flamme reguliert und schon ging es los. Das die Helfer bei ihrer Arbeit Handschuhe (wegen der Wärme und des Funkenfluges) und eine Schutzbrille trugen ist selbstverständlich.

An einer weiteren Station übten die ehrenamtlichen Helfer aus Laatzen das Öffnen von Wohnungstüren. In einem Rucksack führen die Laatzener das dafür notwendige Werkzeug mit. Gerade beim Stichwort "Hilflose Person hinter Tür" setzen die Laatzener diese Gerätschaften ein, auch dieses Jahr gab es schon viele solcher Einsätze. Mit den Utensilien lassen sich die Türen fast schadlos öffnen. "Nur das Schloss ist beschädigt und muss ersetzt werden", erläutert Ausbilder Ansgar Aselmeyer.



Die Bilder zeigen die Feuerwehr beim Trennen von Werkstoffen an Metallteilen.
Fotos: Senft

Helfen kann der Schädlingsbekämpfer

Sommerzeit, Wespenzeit. Zwischen Mai und September melden sich bei den Feuerwehren oder der Stadtverwaltung viele besorgte Bürgerinnen und Bürger, die sich durch Wespen gestört oder bedroht fühlen. Grund der Anrufe sind Wespennester, die oft in Rollladenkästen, im Dachvorsprung oder in Mauerhohlräumen, Hecken und Büschen entstanden sind.

Wespen stehen seit einiger Zeit unter Naturschutz und dürfen deshalb in der Regel nicht vernichtet werden. Wenn möglich müssen die Wespen umgesiedelt werden. Nur in Ausnahmefällen, wenn die Umsiedelung technisch beziehungsweise praktisch nicht durchführbar ist und eine erhebliche Gefährdung oder Störung für Menschen oder Tiere ist, ist die Vernichtung zulässig.

Fast alle heimischen Wespen sind sehr friedlich. Wer folgende Verhaltensregeln befolgt, kann das Nest im Garten belassen und im Einklang mit den Nützlingen leben:

  • In Nestnähe heftige Bewegungen und Bodenerschütterungen vermeiden
  • Die Flugbahn nicht verstellen oder blockieren
  • Nester nicht berühren
  • Kinder von Nestern fernhalten

Liegt das Nest in einem Eingangs- oder Durchgangsbereich, kann es vom Fachmann (Insektenbekämpfer) entfernt oder umgesiedelt werden. Fachleute für solche Fälle finden sich im Branchenbuch unter der Rubrik "Schädlingsbekämpfer".
Grundsätzlich sollte niemand selber aktiv werden und eigenhändig versuchen, Nester zu entfernen oder umzusiedeln. Auch der Einsatz von Giften, Feuer oder kochendem Wasser ist gefährlich, da diese oft Abwehrreaktionen der Wespen provozieren. Von der Umweltbelastung beim unsachgemäßen Einsatz der Chemikalien ganz zu schweigen.

Statt Wespen- oder Hornissen-Nester sofort zu beseitigen, ist es meist spannender, den Tieren beim Nestbau zuzuschauen. Zudem sterben am Ende des Sommers bis auf die Königin alle Wespen oder Hornissen eines Volkes ab. Danach können Sie das Nest gefahrlos um-hängen.

Ansprechpartner für Fragen sind zum Beispiel der Naturschutzbund NABU (0511) 9 11 05 0, Diese E-Mail-Adresse ist vor Spambots geschützt! Zur Anzeige muss JavaScript eingeschaltet sein!. Viel Wissenswertes über Bienen Wespen und Hornissen bietet auch die gut bebilderte 32-seitige farbige Broschüre des NABU Niedersachsen. Zu beziehen ist diese gegen Einsendung von sechs Briefmarken zu 62 Cent beim:

NABU Niedersachsen
Stichwort "Wespen"
Alleestraße 36
30167 Hannover

oder die Naturschutzbehörde der Region Hannover (0511) 616 22 618 o. 616 22 672 .

(Quelle: www.laatzen.de)

Ausbildung zum Bootsführer auf Binnengewässern

Neben der technischen Hilfeleistung und Brandbekämpfung ist die Laatzener Ortsfeuerwehr im Stadtgebiet auch für die Wasserrettung zuständig. Damit immer genügend Bootsführer für das Rettungsboot zur Verfügung stehen, werden in unregelmäßigen Abständen weitere Kameraden zur Schulung geschickt. Am heutigen Sonnabend bestanden wieder fünf junge Männer aus der Einsatzabteilung ihre Prüfung. Nun besitzen weit mehr als ein Dutzend Mitglieder der Laatzener Ortsfeuerwehr den "Sportbootführerschein binnen" und können somit das 25 PS starke Rettungsboot bei Übung und im Einsatz sicher führen.

Innerhalb der letzten fünf Wochen trafen sich die fünf Feuerwehrleute zusätzlich zum regulären Dienst mit Ausbilder Wolfgang Köhler von der Segel- und Yachtschule Hannover zum theoretischen Unterricht und zur praktischen Ausbildung. Insgesamt 12 Stunden Unterricht fanden im Feuerwehrhaus Laatzen statt: Verkehrsregeln auf dem Wasser, die Bordtechnik, verschiedene Knoten der Leinen und Motorkunde waren einige der zahlreichen Themen. Im praktischen Teil übten die Laatzener auch die Rettung von im Wasser treibenden Personen. Die Ausbildung mit dem Boot fand auf dem Mittellandkanal im Bereich Seelze/Lohnde statt.

Gut fünf Stunden dauerte die heutige Prüfung in Hannover, am Ende waren aber alle Laatzener glücklich: Mit dem Bootsführerschein für Binnengewässer in der Tasche kamen sie nach Laatzen zurück, Prüfung also bestanden. Nun können weitere fünf Einsatzkräfte Boote mit weniger als 15 Metern Länge, das Rettungsboot der Laatzener ist vier Meter lang, auf Binnengewässern führen. Auf der freien See allerdings nicht, aber soweit rücken die Laatzener im Einsatzfall auch nicht aus....

 

Das Bild zeigt vor dem Rettungsboot Florentine 1: hintere Reihe von links: Yannic Schollmeyer und Kai Schwarze sowie vorne von l.n.rechts: Sven Mackenrodt, Ansgar Aselmeyer und Sejmen Jonas.
Foto: Senft

Interessanter Unterricht bei der Ortsfeuerwehr Laatzen: Absichern von Einsatzstellen, speziell auf der Autobahn

Unter dem Titel "Absichern von Einsatzstellen im öffentlichen Verkehrsraum, Eigensicherung auf der Autobahn" referierte im Rahmen eines Unterrichts Norbert Mock von der Autobahnpolizei Hildesheim. Der erfahrene Beamte referierte über Gefahren, Einsatzgrundsätze, Sicherungsmittel und zum Ende seines Berichtes auch zum Thema Spurensicherung durch die Polizei.
"Wir möchten, dass Sie sicher leben und das auch an Einsatzstellen", fasste er kurz und knapp zu Beginn zusammen. Anhand eines kurzen Filmes wurde anschließend der Unfall eines bayrischen Polizisten gezeigt, der während einer Absicherung eines Unfalls auf der Bundesautobahn zu Tode kam. "Vorrang hat immer die Sicherung der Unfallstelle, damit wir als Retter nicht selbst zu Opfern werden", ermahnte Mock die Anwesenden Frauen und Männer der Laatzener Einsatzabteilung der Ortsfeuerwehr. Auch Ersthelfer werden immer wieder zu Opfern an Unfallstellen. Es lauern viele Gefahren, besonders die hohe Geschwindigkeit, das mangelnde Reaktionsvermögen und die falsche Einschätzung der Geschwindigkeit führen zu Unfällen nach bereits schon erfolgten Kollisionen. Im Einsatzfall sollte langsam auf die Unglücksstelle zugefahren werden, wenn möglich den Verkehr hinter den Einsatzfahrzeugen "auflaufen lassen" und so für einen künstlichen Stau sorgen. " Das Absichern geht vor der Rettung, läuft aber mindestens parallel", fasste er zusammen. Bei Unfällen mit Schwerverletzten, brennenden Fahrzeugen und Gegenständen auf der Fahrbahn wird immer voll gesperrt, bei überschaubaren Ereignissen erfolgt eine Teilsperrung. "Bei der Anfahrt zum Unfall benutzen sie bitte immer die Rettungsgasse, die Standspur mit ca. zwei Metern Breite ist keine Alternative", dieses zeigte auch ein Film, der aus einem Einsatzfahrzeug heraus aufgenommen wurde.


 


Die Autobahnpolizei beginnt schon 300 Meter vor dem Hindernis mit der Absicherung der Unfallstelle, ein "Blockfahrzeug" mit eingeschaltetem Blaulicht, Warnblinkanlage und Licht sorgt zusätzlich für den Schutz der Rettungskräfte. Material (Warnblinkleuchten, Leitkegel und Warnbaken) hat die Polizei immer in ihren Fahrzeug mit dabei. Bei der Feuerwehr wird empfohlen schon etwa 800 Meter vor der Einsatzstelle das erste Schild zur Verkehrswarnung aufzustellen. Videos von verschiedenen Situation verdeutlichten die falsche Reaktion von Verkehrsteilnehmern und Helfern im Einsatz. Nach etwa zwei Stunden Unterricht kam Mock auch noch zum Thema Spurensicherung und Aufgaben der Polizei im Rahmen der Ermittlungstätigkeiten.

Die Hildesheimer Autobahnpolizei ist für den Bereich der BAB 7 zwischen dem Dreieck Hannover-Süd und der alten Raststätte Seesen zuständig. Außerdem betreuen die Beamten ein kleines Stück der BAB 39 im Bereich Baddeckenstedt.

   
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