Chronik OrtsJugendfeuerwehr

Jugendfeuerwehr Laatzen

 

1965 - 1979

Frühjahr 1965. Eine Jugendgruppe der Freiwilligen Feuerwehr Laatzen wurde gegründet.

In der Jahreshauptversammlung der Feiwilligen Feuerwehr der Gemeinde Laatzen am Januar 1966 konnte der 19.Juli.1965 als Gründungstag der Jugendfeuerwehr Laatzen festgehalten werden. Aus der Taufe gehoben wurde die Jugendfeuerwehr mit einem Geschenk einer in Laatzen ansässigen Firma in Form einer Tragkraftspritze ( TS 2) und einer Zuwendung er Gemeinde in Höhe von 2.00 Dm für die Beschaffung von Bekleidung und Ausrüstung der Jugendlichen. Leiter war bis zum Jahre 1969 Brandmeister Georg Pfeiffer. Georg Pfeiffer, der seinen Wohnsitz nach Celle verlegt hatte, aber jede Woche zum Ausbildungsdienst der Jugendfeuerwehr nah Laatzen kam, verunglückte mit seinem PKW am 30.04.1968 auf der Fahrt nach Laatzen tödlich.

Bereits im Jahre 1966 hat die Jugendfeuerwehr einen Mitgliederbestand von 20 Jungen. Sie nehmen an dem Kreisfeuerwehrtreffen auf dem Messeflugplatz teil und erhaltein ein 10-Mann Zelt und einen Medizinball. Als einen Höhepunkt in der jungen Geschichte der Jugendfeuerwehr konnte eine erste Busfahrt an 24.06.1996 nach Hamburg mit einer Besichtigung der Berufsfeuerwehr, 

und die Übergabe des Wimpels der Jugendfeuerwehr durch Gemeindedirektor Erich Panitz  und Bürgermeister Georg Heuer am 25.06.1967 werden. 

Nach dem Tot von Georg Pfeiffer wurde am 28.05.1968 Friedrich Fuhrberg mit der Leitung der Jugendorganisation der Feuerwehr beauftragt. Acht Jungen der Laatzener Jugendgruppe erhalten zum ersten Mal nach einer Prüfung die vom Deutschen Feuerwehrverband gestiftete Leistungsspange der Deutschen Jugendfeuerwehr. 

Im Jahre 1971 konnten sechs Minglieder der Jugendgruppe in den aktiven Dienst der Feuerwehr übernommen werden. Der Personalbestand der Jugendfeuerwehr betrug zu diesem Zeitpunkt 23 Jungen. In den einzelnen Jahren wurden Zeltlager in Wennigsen/Deister, Barsinghausen sowie am Luftbad in Laatzen abgehalten. 

Eine Fahrt in den winterlichen Harz lockert die Arbeit in der Jugendgruppe und zieht neue Mitglieder an. Im Jahresbericht 1978 werden 21 Mitglieder der Jugendfeuerwehr gezählte. Als Betreuer stehen dem Jugendfeuerwehrwart Fuhrberg die Kameraden Ernst- Wilhelm Kook und Klaus Rohmeier zur Seite. 

1976 wurde Reiner Manthey Manthey Jugendfeuerwehrwart und Reinhard Giese Betreuer der Jugendfeuerwehr Laatzen.

1980 - 1989

Von 1980 bis 1983 übernahm der Kamerad Fuhrberg wieder die Leitung der Laatzener Jugendfeuerwehr. ab 1983 standen unter der Federführung des Jugendfeuerwehrwartes Rainer Haller und seines Vertreters Reinhard Mohr neben der feuerwehrtechnischen Ausbildung zur Vorbereitung auf den Dienst in der Aktiven Wehr auch weitere zahlreiche Aktivitäten auf dem Programm. Zeltlager am Humboldtsee/Ith, in Frankenfeld/Aller, In Duingen/Ith, Besichtigungsfahrten zum Flughafen Langenhagen mit Besichtigung der Flughafenfeuerwehr, eine Winterfahrt in den Harz, eine Besichtigungsfahrt zum Fliegerhorst Wunstorf runden das Tätigkeitsfeld der Jugendarbeit in der Feuerwehr ab. Der jährlich stattfindende Stadtpokal -Wettkampf der Jugendfeuerwehren, an dem alle Jugendfeuerwehren der Stadt Laatzen teilnehmen, stellt einen der Höhepunkte in der arbeit der Jugendfeuerwehren dar. Die Jugendfeuerwehren messen ihre Leistungen in praktischer Exaktheit der feuerwehrtechnischen Ausbildung und die Schnelligkeit ihrer sportlichen Leistungen. Der Erst dieses Stadtpokals fährt zu weiterführenden Wettkämpfen auf Kreis-, Bezirks. oder sogar Landesebene. Die erfolgreiche Teilnahme an der Abnahme der Leistungsspange ist der Höhepunkt eines jeden Jugendfeuerwehrmitgliedes. 

Im Januar 1988 übernahm Klaus - Dieter Wichmann das Amt des Jugendfeuerwehrwarts, von dem aus beruflichen Gründen, ausscheidenden Rainer Haller, die Leitung der Jugendfeuerwehr Laatzen. Gemeinsam mit Anke Graupner, Michael Gödeke und René Stuckenberg engagieren sie sich mit viel Einsatz, das Interesse von Jungen und Mädchen an dem Feuerwehrdienst zu erhalten und zu verstärken, damit in ihnen der Wille geweckt und geweckt wird, uneigennützig Menschen zu helfen, die in Not und Bedrängnis geraten sind. 

1991 übernahm Michael Gödeke das Amt des Jugendfeuerwehrwartes von dem zum Zugführer des Löschzuges Laatzen gewählten Klaus - Dieter Wichmann. Ihm zur Seite standen als Stellvertreter René Stuckenberg und Klaus - Dieter Meyer. Anke Graupner verzog leider nach Freden/Leine. Die mit dem Wechsel 1988 eingeschlagene Linie wurde erfolgreich weitergeführt und zu den alljährlich stattfindenden Fahrten und Aktivitäten kam der von den Aktiven des Löschzuges Laatzen wiederbelebten Austausch mit den aktiven Kameraden der Freiwilligen Feuerwehr Hofbieber -Mitte, auch im Kreise der beiden Jugendfeuerwehren.

 1990 - 1994

1991 war für die Jugendfeuerwehr Laatzen ein sehr erfolgreiches Jahr. Beim Stadtpokal wurde der 1. Platz belegt. Das war die Fahrkarte zum Bundeswettkampf auf Kreisebene. Leider musste Michael Gödeke jedoch sein Amt als Jugendfeuerwehrwart Mitte 1991 aus beruflichen Gründen vorzeitig beenden. Er nahm eine Arbeitsstelle, mit Dienstwohnung, in Hildesheim an. So musste der Posten des Jugendfeuerwehrwartes innerhalb von 3 Jahren zum dritten Mal neu besetzt werden.

Im Januar 1992 übernahm dann René Stuckenberg das Amt des Jugendwartes, das er bis heute besetzt, zu seinen Stellvertretern wurden Matthias Mai und Kai Redlich ernannt. Vermutlich durch die häufigen Wechseln der Führungsspitze fiel der Mitgliederbestand bedenklich ab und so beschloss das Kommando, zusammen mit der Jugendfeuerwehrführung, in den Sommerferien wider an der Ferienpassaktion der Stadt Laatzen teilzunehmen und außerdem eine Werbekampagne für die Jugendfeuerwehr Laatzen zu starten. Für diese Werbeaktion wurden extra Briefwurfsendungen mit Werbematerial über die Arbeit in der Jugendfeuerwehr gedruckt und an alle Haushalte in Alt-Laatzen, Grasdorf und Laatzen . Mitte mit Kindern im Alter zwischen 10 und 15 Jahre verschickt. René Stuckenberg bestärkte seinerseits die Jugendlichen verstärkt auch im eigenen Freundeskreis für die Jugendfeuerwehr Laatzen zu werben, um weiter Mitglieder zu bekommen. Der Erfolg war überwältigend. Nach den Sommerferien stieg die Zahl der Mitglieder schlagartig auf mehr als 35 Mitglieder an. Der Bundeswettkampf auf Kreisebene konnte 1992 zum ersten Mal in der Geschichte der Jugendfeuerwehr Laatzen auf dem Gelände des Erich Kästner Schulzentrums in der Marktstraße statt. Zu diesem Wettkampf kamen über 50 Jugendfeuerwehren, um sich miteinander zu messen. Die Jugendfeuerwehr Laatzen hatte hier also ein Heimspiel und konnte einen tollen 12. Platz belegen.  

Dieser 12. Platz berechtigte die Jugendfeuerwehr Laatzen zur Teilnahme am Bundeswettkampf auf Bezirksebene 1993 in Sarstedt. Hier zeigte sich, dass die junge Gruppe den körperlich überlegenderen Gruppen, die aus dem gesamten Bezirk Hannover angereist waren, nur wenig entgegenzusetzen hatte. Man konnte hier nur nach dem Olympischen Gedanken gehen: ,,Dabei sein ist alles!". Mit einem doch stolzen 49sten Platz von 52 Gruppen und um einige Erfahrungen reicher, kehrte man nach Laatzen zurück. Im September 1993 konnte die Jugendfeuerwehr bei der Hochzeit ihres ehemaligen Jugendfeuerwehrwartes Klaus - Dieter Wichmann Spalier stehen. 

Das Jahr 1994 war für die Jugendfeuerwehr sehr Ereignisreich. Als Überraschung zum 40sten Geburstag für den damaligen Stadtausbildungsleiter Peter Becker hatte sich der Jugendfeuerwehrwart überlegt, ihm und den Teilnehmern des zeitgleich stattfindenden Grundlehrganges einmal zu zeigen, dass selbst die jugendlichen schon in der Lage sind, die praktische Übung, die dort gelehrt wurde, zu absolvieren. Außerdem fand nach 1988 wieder die Interschutz, die weltweit größte Messe für Brand- und Katastrophenschutz vor den Türen der Laatzener Wache, auf dem Messegelände statt. Natürlich wurde ein Tagesbesuch auf dem Messegelände gemacht. Wann bekommt man schon so viele verschiedene und teilweise exotische Feuerwehrfahrzeuge zu sehen? Mit Dieter Bohn, Christian Eyring und Thies Schütte nehmen drei selbst aus der Jugendfeuerwehr Laatzen hervorgegangenen Helfer, ihre Arbeit als Betreuer in de Jugendfeuerwehr auf.

1995 - 1999       

1995, die Jugendfeuerwehr wird 30 Jahre alt. Aus diesem Grund wurde unter Leitung von René Stuckenberg und mit Hilfe des Ortsbrandmeisters Reiner Manthey extra eine Arbeitsgruppe gebildet, die die Aktivitäten und Aktionen während des Jubiläums planen und organisieren sollte, Diese waren unter anderem ein Zeltlager, Spiele ohne Grenzen und die Stadtpokal -Wettkämpfe in Laatzen. Als besonderes Geschenk übergab die Ortsfeuerwehr der Jugendfeuerwehr einen neuern Wimpel. Darüber hinaus wurde der Jugendfeuerwehr im Rahmen der Feierlichkeiten der neue bundeseinheitliche Jugendfeuerwehr Schutzanzug übergeben. Im August konnte die Jugendfeuerwehr wieder einmal Spalier bei einer Hochzeit stehen, diesmal bei der Hochzeit des stellvertretenden Jugendfeuerwehrwarts Matthais Mai. diesem Jahr konnte Yvonne Severin als erstem Mädchen der Jugendfeuerwehr die Leistungsspange verliegen werden.

1996, mit René Manthey, René Hahn (beide selbst aus der Jugendfeuerwehr hervorgegangen) und Andreas Joop, nehmen 3 weitere Betreuer zur Unterstützung ihre Arbeit auf. Als besondere Aktivitäten sind die Teilnahme an der Übergabe des neuen RW 2 der Ortsfeuerwehr Laatzen, die Ausbildung der in der Jugendarbeit tätigen Betreuer zu Rettungsschwimmern (6 x Silber, 2 x Gold) sowie ein a. die Teilnahme am Stadtzeltlager am Humboldtsee /Wallensen zu nennen.

1997, führt die Jugendfeuerwehr unter der Leitung von René Stuckenberg eine in ihrer Geschichte bisher einmalige Ferienfreizeit durch - eine Fahrradtour. Gestartet wurde diese Tour in den Sommerferien an der feuerwache Laatzen. Das Gepäck und die Fahrräder wurden von zwei Betreuern mit dem MZW (Mehrzweckwagen) und einem Anhänger zum Bahnhof nach Fulda /Hessen gebracht. Die Jugendlichen fuhren zusammen mit René Stuckenberg, und den anderen vier Betreuern vom Bahnhof Laatzen zum Hauptbahnhof Hannover. Von dort aus ging es dann weiter zum Bahnhof nach Fulda, wo schon der MZW mit den Fahrrädern auf die Gruppe wartete. In Fulda wurde dann als ersts zum Deutschen Feuerwehrmuseum geradelt, welches natürlich auch besichtigt wurde. Dann ging es weiter zu den Feuerwehrkameraden aus Hofbieber - Mitte. Hier wurde das erste Mal übernachtet und die Jugendfeuerwehr, wie immer, super verpflegt und betreut. Von Hofbieber- Mitte ging es dann auf ausgeschilderten Radwanderwegen durch die Rhön und das Wesertal bis hin zurück nach Laatzen. Entlang der Strecke wurden vorher reservierten Jugendherbergen geschlafen. An jedem Etappenziel wurde natürlich mit den Jugendlichen noch etwas unternommen. Sei es Minigolf spielen, Stadtbesichtigungen, Schwimmen in Freibädern oder Grillabende mit anschließendem Eisessen. Mach neun Tagen und 400 km im Sattel erreichten alle geschafft, aber gesund wieder die Laatzener Feuerwehr.

1998, Teilnahme an den Stadtpokal -Wettkämpfen in Ingeln -Oesselse mit zwei Gruppen. Dieter Bohn übernimmt für den aus beruflichen Gründen ausgeschiedenen Kai Redlich die Funktion des stellvertretenden Jugendfeuerwehrwartes. Nach den Sommerferien konnte die Jugendfeuerwehr in die neue Feuerwache im Sankt - Florian - Weg umziehen. Die Jugendfeuerwehr hat nun endlich einen eigenen und richtigen Jugendfeuerwehrraum. Auch alle Fahrzeuge der Ortsfeuerwehr sind jetzt gemeinsam untergestellt, so dass das ewige Hin- und Hergefahren zwischen den Feuerwachen wegfällt und so mehr und effektivere Jugendarbeit geleistet werden kann.

Nie hat in diesen 34 Jahren die Jugendarbeit geruht. So konnten im Laufe dieser Zeit zahlreiche Junge Menschen in die aktive Wehr übernommen und sich inzwischen in Führungspositionen aufgestiegen. U. a. sind stellvertretend zu nennen: Klaus - Dieter Wichmann, heute Zugführer des Löschzuges Laatzen und Dirk Kröger, heute Stadtausbildungsleiter der Stadtfeuerwehr Laatzen.

Fortsetzung folgt...

   
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